Ernie und Bert auf Reisen

Hail to the 946er

06. Dezember aus Brisbane

Wieder in Queensland angekommen genossen wir für die Dauer von zwei Tagen erneut die Idylle von Laughing Waters.
Als wir ausreichend frische Energie getankt hatten, fuhren wir zu Margrets Bruder, Reinhold, der uns Samstag auf seinem kleinen Boot zum Angeln im Pazifischen Ozean mitnahm. Nachdem wir Angelausrüstung am Vortag präpariert hatten, ging es früh am morgen raus zu einer Meeresenge vor der Küste Caloundras. Ein meditativer, aber doch unterhaltsamer Tag auf See wurde durch den Fang von insgesamt 10 Fischen abgerundet.
Abends fuhren wir dann nach Brisbane, wo wir mit ein paar alten Freunden von Ernie dem riesengroßen "Treasury Casino" einen Besuch abstatteten. Mit einem sagenhaften Gewinn von 4 Dollar verließen wir es zufrieden.
Den Sonntag verbrachten wir dann damit Brisbane bei Tag zu erkunden.

Im Geheimdienst Ihrer Majestät

29. Novemer aus Surfers Paradise

Bevor wir das geliebte Queensland, dort wo unsere Reise begonnen hatte und enden sollte, erreichten, legten wir erneut einen kurzen Zwischenstopp in Sydney und in Surfers Paradise an der Gold Coast ein. In Sydney erlebten wir die so genannten "Night Markets" in The Rocks, wo wir noch spät abends durch ein belebtes Stadtviertel voller kleiner Marktstände schlenderten.
Anschließend bescherte uns die Gold Coast ein paar entspannte Strandtage und ein feines Essen im Hard Rock Café.

Gueltig bis zum Ende der Schicht

25. November aus Melbourne

Die letzte Grossstadt auf unserer Reise war Melbourne. Passend zu dem Glueck, das uns bisher begleitet hatte, erhielten wir auch hier freie Kost und Logis fuer die Dauer unseres Aufenthaltes. Die frisch verheirateten Kathrin und Keke empfingen uns am Sonntag Abend mit einem koestlichen Curry und etwas Wein. Nach einem sehr amuesanten Abend ging es am naechsten Tag zum Ian Potter Centre und zum riesigen Queen Victoria Market. Von da an nutzten wir die Zeit, um die Stadt mitsamt ihren Straenden naeher kennenzulernen und abends einige nette Stunden mit unseren Gastgebern zu verbringen. An unserem letzten liessen wir die Station Melbourne in der sogenannten Rooftopbar, einer Bar auf dem Dach eines Hochhauses, ausklingen. Von dort aus hatte man einen grandiosen Blick ueber die Skyline von Melbourne.
Tags darauf machten wir uns auf den Weg, an der Great Ocean Road entlangzufahren. Eine mehr als 300 Kilometer lange Kuestenstrasse, die streckenweise nur Meter vom Meer entfernt verlaeuft. Der schoenste Sonnenuntergang unserer Reise belohnte uns fuer die lange Fahrt. Diesen konnten wir bei den sogenannten 12 Aposteln miterleben. Anschliessend brachen wir noch am selben Abend Richtung Norden auf und fuhren bis zum Morgengrauen durch.

Thank you, Mr.Speaker

18. November aus Canberra

Die australische Hauptstadt Canberra sollte Ziel unseres naechsten Tagesausfluges sein. Wir fingen im 1,1 Milliarden teuren Parlamentsgebaeude an, wo wir zur gleichen Zeit wie der amerikanische Wrestler Hulk Hogan waren. Der vorweg genommene Hoehepunkt des Tages war der Besuch einer Sitzung des australischen Parlamentes zum Thema Umweltschutz, bei der wir unter anderem dem Ministerpraesidenten zuhoeren durften.
Anschliessend ging es in das Nationalmuseums Australiens, in dem wir kostenlos auf spektakulaere Weise die Geschichte des Landes Australien mit all seinen unterschiedlichen Facetten kennenlernten.

Dangerous Surf (so DANGEROUS)

17. November aus Garie Beach

Die naechste Station lag nur etwa 70 Kilometer westlich von Sydney: Die Blue Mountains, die ihren Namen dem aufsteigenden Dunst des Hektargrossen Eukalyptuswaldes verdanken. Dem Besuch der Wentworthwasserfaelle folgte ein Ausflug zum Echo Point, von wo aus wir die Felsformation The Three Sisters bestaunen durften.
Am Nachmittag machten wir den langen Weg zu den 340 Millionen Jahre alten Hoehlen von Jenolan. Eine Tour durch die sogenannte Imperialhoehle, die uns atemberaubende Kristallformationen offenbarte beendete unseren Tag. Nachdem wir ein paar Stunden am Hyams Beach entspannten
sollte uns der Nachmittag die hoechsten Wellen unserer Reise bescheren. Am Garie Beach stuerzten wir uns in bis zu 3-Meter hohe Wellen und konnten nur schwer dem Sog widerstehen, der uns aufs offene Meer hinausziehen wollte.

Ernie und Bert (mal wieder) an der Grenze der Legalitaet

15. November aus Sydney

Erschöpft vom vielen Laufen am Vortag besuchten wir zur Erholung den legendären Bondi Beach bei strahlendem Sonnenschein. Nach anderthalb Stunden Busfahrt durch den zähen Berufsverkehr erreichten wir auch endlich unser Ziel. Der gegen 17:23 Uhr einsetzende Schauer trieb uns nach einem entspannten Tag wieder zum Caravan Park. Wir beendeten den Abend mit einem dezenten Barbecue und einem Karton "Cold".
Ausgeschlafen ging es tags darauf zum Kultur- und Entertainmentzentrum Darling Harbour, wo wir nach einem erstaunlich romantischen Promenadengang kostenlos einen Abstecher in das National Maritime Museum machten.
Anschliessend stand ein Besuch des Strandvorortes Manly auf dem Programm.
Die etwa 30-minuetige Fahrt mit der Faehre bescherte uns erneut einen sehr guten Blick auf die Szenerie des Hafens von Sydney.
Als Abschluss unseres Sydneybesuches legten wir am naechsten Tag noch ein paar ruhige Stunden am Bronte Beachhat.
Unerwarteterweise hatten wir das Vergnuegen, Buckelwale an der Wasseroberflaeche spielen zu sehen.
Bevor wir unsere Reise am Abend fortsetzen wollten, hatten wir uns vorgenommen, noch einmal im Campingplatz zu duschen und zu kochen, obwohl wir schon am Morgen ausgecheckt hatten...
Leider wurden wir waehrend des Kochens Opfer einer "zufaelligen" Kontrolle der Campingplatzaufsicht, die uns beim Ueberklettern des Zaunes mitsamt all unseres Equipments gefilmt hatten. Der Freundlichkeit des zustaendigen Aufsehers war es zu verdanken, dass wir keine Strafe zahlen sondern uns nur einen neuen Platz zum Kochen suchen mussten.

Tick, Tack

13. November aus Sydney

Der aufmerksame Besucher unseres Blogs wird festgestellt haben, dass seit Kurzem die Zeitverschiebung eine Stunde mehr beträgt. Dies ist zwar schon seit unserer Grenzüberschreitung von Queensland nach New South Wales der Fall, aber diese Information wurde uns leider 3 Tage lang vorenthalten, so dass wir während dieser Zeit "zu spät" lebten. Dass wir so lange gebraucht haben, um dies festzustellen, spricht wohl dafür, dass Zeit eine eher unwesentliche Rolle bei unserer Reise spielt.

360 Grad

11. November aus Sydney

Auf unserem Weg nach Sydney machten wir zunaechst 3 Tage an der sogenannten "Gold Coast" mit all ihren goldgelben Straenden und der Partyhochburg Surfers Paradise Halt.
Die Grenze von Queensland nach New South Wales hinter uns gelassen erwartete uns der oestlichste Punkt Australiens, Byron Bay. Wir schauten uns das kleine touristische Oertchen an, bevor wir uns endgueltig auf den Weg nach Sydney machten. Von starkem Regen begleitet erreichten wir 2 Tage spaeter die Hauptstadt des Staates.
Die sagenumwobene Oper von Sydney konnten wir das erste Mal bestaunen, als wir mit unserem Auto die Harbour Bridge ueberfuhren. Nach Einbruch der Dunkelheit bot sich uns auf dem Sydney Tower ein einzigartiges Panorama der Stadt.
Am naechsten Morgen brachen wir zum historischen Stadtviertel The Rocks auf und genossen nach langer Zeit ein deutsches Bier im "Loewenbraeukeller". Anschliessend ging es weiter zum Mrs.Macquairies Chair, von wo aus wir einen schoenen Blick auf den Hafen hatten. Ueber die Royal Botanic Gardens spazierten wir zum Museum of Contemporary Art. Nach weiteren Stationen auf unserer Sightseeingtour kamen wir abends erschoepft im Camping Park an.

Idylle im Wald

02. November aus Noosa Heads

Nach einer abwechslungsreichen und anstrengenden Fraser Island Tour war uns nach etwas Entspannung zumute. Dazu durften wir ein abgelegenes Anwesen namens Laughing Waters für einige Tage kostenlos beziehen. Neben der gemütlichen Hütte im Wald umfasste das riesengroße (!) Grundstück unter anderem einen kilometerlangen Bach mit großen bis zu 7 Meter tiefen Schwimmbecken und einem mehr als 30 Meter hinabstürzenden Wasserfall. 4 Tage lang konnten wir all dies für uns allein genießen.
Die darauffolgenden Tage verbrachten wir an zahlreichen Stränden der Sunshine Coast wie z.B. Marcoola Beach, Coolum Beach, Peregian Beach und Sunshine Beach. Die Nächte verbrachten im noblen Noosa Heads wiederum kostenlos bei Freunden.

Delfine, Dingos und andere Gefahren

22. Oktober aus Rainbow Beach

Nach einer Woche ohne laengere Fahrten machten wir uns von Airlie Beach auf den Weg zur Fraser Coast. Dort war unsere erste Station Tin Can Bay, wo wir frueh morgens um 7:30 Uhr (!) wildlebende Delfine fuettern konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir am Rainbow Beach, einem goldgelben, 6-Kilometer langen Strand.
Auch am nächsten Tag blieb uns das Ausschlafen verwehrt, da wir eine 2-Tagestour auf Fraser Island geplant hatten. Auf der größten Sandinsel der Welt besuchten wir zunächst die Bäche Wongoolba und Eli Creek, bevor wir zu den „Coloured Sands“ fuhren, felsförmige Sandformationen, die in rot- und gelbtönen schimmern. Unser Reisegefährt war ein mit traktorgroßen Reifen versehener Bus mit Allradantrieb. Während unserer gesamten Zeit auf der Fraser, hatte unser Reiseführer verwunderlicher Weise keine Probleme damit, uns über alles wichtige und unwichtige zu informieren, obwohl es uns während der äußerst ruckeligen Fahrt durch den Sand schwer fiel auf den Sitzen zu bleiben. Als nächstes stand „Indian Head“, der nördlichste Punkt unserer Fraser-Island-Tour, auf dem Plan. Als wir den 60 Meter hohen Fels erklommen hatten, bot sich uns ein wunderbarer Blick auf Meer, Regenwald und Sanddünen. Das Wasser war so klar, dass wir neben riesigen Rochen und Wasserschildkröten sogar Tigerhaien bei der Jagd zuschauen konnten. Auf dem Weg zurück zu unserem gemütlichen Resort machten wir Halt beim Maheno Schiffswrack, welches vor mehr als 70 Jahren dort auf Sand gelaufen ist.
Am nächsten Morgen ging es erneut früh los. Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet wurden wir zum berühmten Lake McKenzie gefahren, dessen Sand fast so rein ist, wie der von Whitehaven Beach. Nach ein paar Stunden Entspannung machten wir unseren Weg zu einem zweiten außergewöhnlichen Süßwassersee. Bevor wir jedoch Lake Wabby bestaunen konnten, mussten wir zunächst eine 45-minütige Wanderung überstehen. Am Ende des Weges waren wir frohen Muten nun mit einem schönen See entlohnt zu werden. Stattdessen sahen wir erstmal nichts als Sand. Eine riesige, wüstenartige Wandersanddüne hatte im Laufe der Jahrhunderte den See schrumpfen lassen. So mussten wir noch einige Minuten über diese hinwegstapfen, bis wir das Wasser erreichten. 30cm große Wälse erwarteten uns dort beim Schwimmen. Nach einem entspannten Schwimmnachmittag und ein paar netten Gesprächen mit unserer Reisegruppe traten wir die Rückreise nach Rainbow Beach an.

Himmel auf Erden

18. Oktober aus Airlie Beach

Sicher in einem Caravan Park eingecheckt und den Ausgangspunkt der Whitsunday Islands, Airlie Beach, ein wenig erkundet, statteten wir am Dienstag der Insel "Daydream Island" einen Besuch ab. Wir sahen uns auf der Insel um und genossen anschließend den Tag an unterschiedlichsten Pools und kostenlosen Wellnessbereichen.
Am nächsten Tag genehmigten wir uns einen Tag auf dem berühmten Segelschiff "Maxi Ragamuffin", das unter anderem schon mehrfach den Sydney-Hobart gewann. Die Fahrt war eine schöne Abwechslung zu den sonst motorbetriebenen Booten. Der Skipper brachte uns zu unserem vorerst letzten Tauchgang an die "Blue Pearl Bay", wo wir nun auch riesige Meeresschildkröten zu Gesicht bekamen.
Nach einem kurzen Besuch auf der Luxusinsel "Hamilton Island" fürhte uns die nächste Tour zum sagenhaften Whitehaven Beach, dem schönsten Strand, der uns bisher unter die Augen gekommen war. Es ist einer der wenigen Strände der Welt, dessen feiner Sand nicht heiß wird, weil er die Sonnenstrahlen reflektiert. Überrascht waren wir auch, als der Skipper anbot uns zu zeigen, wie man den Sand benutzt, um Schmuck zu polieren.
Nach einem weiteren entspannten Tag am Whitehaven Beach brachte uns die "Camira", ein Boot auf dem alle Getränke inklusive waren, nach Long Island. Dort hatten wir die Möglichkeit für nur 30 Dollar eine Nacht zu zweit in einem 4-Bett-Zimmer unterzukommen und alle Angebote des Luxusresorts zu nutzen. So genossen wir den klaren Sternenhimmel, während wir mit einem erfrischenden Getränk noch eine Runde im Whirlpool direkt am Strand einlegten.
Mit einem feucht fröhlichen Abend in Airlie Beach ließen wir die Station Whitsunday Islands ausklingen.

Ach, so sieht Regen aus!

11. Oktober aus Airlie Beach

Von Cairns aus ging unsere Reise nach Sueden nun richtig los. Gleichzeitig war es der erste Regentag unserer gesamten Reise! Erste Station waren die Babinda Boulders, ein schnellfliessender Gebirgsbach mit natuerlichen Schwimmbecken, die umgeben waren von Felsen unterschiedlichster Form.
Anschliessend stand Mission Beach auf dem Programm; ein kilometerweiter Sandstrand, der uns von Einheimischen empfohlen worden war. Da wir nach dem Schwimmen im Salzwasser beide eine Dusche dringend noetig hatten, nahmen wir die erstbeste Gelegenheit wahr und duschten in einem nahegelegenen Bachlauf.
50km entfernt schauten wir uns dann die Wallaman Wasserfaelle an, die mit ihren ca. 270m die hoechsten Australiens sind. Am naechsten Tag erreichten wir die naechste grosse Etappe unserer Reise: die Whitsunday Islands!

Spring in den Tod!

09. Oktober aus Cairns

Zum Abschluss unserer Zeit in Cairns wagten wir ein aussergewoehnliches Erlebnis, zu dem "ein wenig" Mut gehoerte. Ca 1,5 Stunden fuhr uns ein Bus zu einem kleinen Privatflugplatz ausserhalb von Cairns. Nach einer kurzen Einfuehrung bestiegen wir mitsamt unserer Ausruestung ein ca. 4 Quadratmeter kleines Flugzeug. Der Pilot brachte uns auf eine Hoehe von 14.000ft (ca. 4000m). Die Flugzeugwand bestand nur aus einer hoch klappbaren Plastikvorrichtung, die uns den Fahrtwind spueren liess und schoenen aber etwas furchterregenden Ausblick bescherte. Als die Klappe hochgefahren wurde, war es also soweit. Nun gab es kein zurueck mehr!
3...2...1...JUMP! Nach einigen Umdrehungen zu Beginn stellte sich ein berauschendes Gefuehl ein, welches den Fallschirmsprung zu einem einzigartigen Erlebnis machte! Nach mehr als 60 Sekunden freiem Fall oeffneten die jeweils an unseren Ruecken befestigten Fallschirmlehrer den Fallschirm und wir gleiteten weitere 5-6 Minuten ueber die australische Kueste udn das Riff bevor wir sanft am Boden landeten.
Nicht ganz billig und nicht ohne Ueberwindung, aber sehr sehr lohnenswert!

Riff, Riff, Ruhe

07. Oktober aus Cairns

Wieder in Cairns angekommen legten wir hier einen kurzen Zwischenstopp ein, um erneut das Riff zu erkunden. Montag und Dienstag tauchten und schnorchelten wir im Michaelmas Cay Reef, Paradise Reef und Outer Barrier Reef. Dieses Mal hatten wir sogar das Glück, riesige Rochen von Nahem zu sehen. Unser Tauchgang im Outer Barrier Reef war einer der etwas anderen Art. Als wir die ersten Meter hinabgetaucht waren, führte uns unser Tauchlehrer durch einen engen Spalt im Riff und geleitete uns durch eine große aus Korallen gebildete Höhle. Am naechsten Tag legten wir eine Pause an der Lagune in Cairns ein.

Ernie und Bert gehen klettern

04. Oktober aus Kuranda

Das Meer hinter uns gelassen fuhren wir zur Granite Gorge in Mareeba, um die dort lebenden handzahmen Rockwallabies zu besuchen. Suesse, kleine Tiere, die in Scharen angehuepft kamen, als wir sie mit Aepfeln fuettern wollten.
Nachdem wir ueber Nacht dort blieben, besuchten wir am naechsten Tag das Regenwalddorf Kuranda und die nahegelegenen Barron Wasserfaelle. In Kuranda erwartete uns ein schoener Markt, auf dem Aborigines ihre Kunstgegenstaende zur Schau stellten.

Die Rache des Big Ted

02. Oktober aus Ellis Beach

Suedlich vom Daintree River nutzten wir nun die Gelegenheit, uns auf einer Krokodilfarm umzusehen.
Auf einem kleinen Boot wurden wir durch eine Lagune gefuehrt und konnten 6 Meter lange und knapp 1000kg schwere Ungeheuer bestaunen. Anschliessend gingen wir (ein wenig veraengstigt) zum unbekannten, aber traumhaft schoenen Palmenstrand Ellis Beach, wo wir die naechsten 2 Tage blieben. Ein Besuch in Palm Cove beendete diese Station.

Ernie und Bert bei der Feuerwehr

30. September aus Cape Tribulation

Von Cairns aus machten wir uns auf den Weg zum noerdlichsten Punkt unserer Reise: Cape Tribulation, ein kleines Dorf inmitten des tropischen Regenwaldes.
Wieder einmal durften wir kostenlos bei Freunden von Keith und Margret, Thion und Rose, bleiben. Dieses Mal jedoch unterschied sich unsere Unterkunft stark von den bisherigen; keine Tuer, Fenster ohne Glas, Autobatterie und Traffo regelten die Stromzufuhr, den Toilettenkasten mussten wir eigenstaendig mit Wasser nachfuellen und fuer warmes Wasser mussten wir ein Feuer unter dem Boiler entzuenden.
Als Teil unseres Programmes besuchten wir u.a. Cow Bay Beach, Thornton Beach und den beruehmten Cape Tribulation Beach. Ausserdem unternahmen wir eine laengere Bergbesteigung hoch zu Mount Sorrow, mitten im tiefsten Urwald.
Zu Hause lud uns Thion auf ein paar Bier und selbst angebautes "Ganja" ein bevor wir erfuhren, dass in der Naehe ein Waldbrand ausser Kontrolle geraten war. Gemeinsam mit Thion und anderen Helfern machten wir uns auf den Weg, um mit Schaufeln und Schuhen das Feuer einzudaemmen. Nach knapp 2 Stunden in der Hitze und dem Rauch und mit Anruecken der Feuerwehr machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Der einsame Schweizer

27. September aus Cairns

The Lynd hinter uns gelassen passierten wir Ravenshoe und durchquerten die Atherton Tablelands bevor wir am spaeten Nachmittag einen Caravan Park mitten im Stadtzentrum von Cairns erreichten. Outback, Regenwald und Grossstadt bestimmten diesen Tag gleichermassen.
Nachdem wir in den naechsten Tagen unsere Vorraete aufstockten und Cairns ein wenig besser kennenlernten unternahmen wir am Wochenende eine Wanderung durch den tropischen Regenwald Cairns' mit einer nach Australien gezogenen Deutschen namens Ursula. Grosszuegigerweise bot sie uns bei einem gediegenen Fruehstueck an, fuer unsere Zeit in Cairns bei ihr unterzukommen.
Mit unseren frisch erworbenen Badehosen gingen wir in der Lagune, einem frei zugaenglichen Salzwasserpool an der Promenade schwimmen. Zur Feier des Tages gingen wir anschliessend auswaerts essen.
Sonntag frueh brachen wir auf zu einer Tauchexpedition im Great Barrier Reef. Das beeindruckende Schnorcheln am Oyster und Upolu Reef weckte ausreichend Vorfreude auf den anstehenden Tauchgang. Der Anblick von Fischen und Korallen in allen Farben, blauen Riesenseesternen und menschengrossen Riesenmuscheln erfuellte unsere Erwartungen voll und ganz.
Verwundert waren wir jedoch, als unser Tauchlehrer uns unter Wasser entgegen der geltenden Gesetzmaessigkeiten Zeichen gab, sowohl das weiche Innere der Riesenmuscheln als auch die von Clownfischen bewohnten Seeanemonen anzufassen.
Zufrieden traten wir bei hohem Wellengang die Rueckreise zum Hafen an.

Welcome and goodbye to The Lynd

21. September aus The Lynd

Das Tagesziel, das wir uns gesteckt hatten, war unter dem Namen The Lynd in der Landkarte verzeichnet. Zunaechst mussten wir uns bei einbrechender Dunkelheit bemuehen, keines der zahlreichen vor unser Auto laufenden Kaengurus, Hasen und Echidnas anzufahren. Als die anstrengende Fahrt sich dem Ende neigte, waren wir voller Hoffnungen, wieder in die Zivilisation zurueckzukehren. Stattdessen jedoch erblickten wir hinter dem Ortsschild ein einziges kleines Haus, welches als Tankstelle und Kiosk diente. Dennoch blieben wir unserem Tagesziel treu und uebernachteten am Strassenrand neben dem Gebauede. Corona und Pure Blone verhalfen zu einem feucht-froehlichen Abend, der den Tagestrip besiegelte.

Geschwindigkeit: 735 km/Tag

20. September aus Charters Towers

Der Weg nach Norden fuehrte uns ueber eine kaum bewachsene Steppe. Auf einer Strecke wie von Essen bis zur Schweizer Grenze konnte man die Kurven, Baeume und entgegenkommenden Autos an zwei Haenden abzaehlen.
Die ersten 370km konnte man eine Tankstelle vergebens suchen. Die groessten Attraktionen waehrend der Fahrt waren die uns passierenden Road Trains mit einer Gesamtlaenge von bis zu 150m, die die komplette Strasse fuer sich einnahmen und uns zu Ausweichmanoevern zwangen.
Nachdem wir die Haelfte unserer geplanten Tagesroute hinter uns gebracht hatten, machten wir Zwischenstopp in Charters Towers, einer der wenigen "groesseren" Outbackstaedten. Nachdem das Auto voll von Bier und Benzin war, konnte die Reise weitergehen.

Nichts als Nichts

19. September aus Emerald

Von Gladstone aus kehrten wir der Kueste den Ruecken zu und fuhren u.a. ueber Biloela, Rollestone und Springsure ins Landesinnere. Nach hunderten von Kilometern ohne eine Menschenseele erreichten wir am Abend die Provinzstadt Emerald, wo wir den naechsten Morgen abwarteten und diesen schliesslich auch ohne Sandfloehe erlebten. Von hier aus sollte es durchs Outback nach Norden gehen.

Ab ins Krankenhaus

17. September aus Gladstone

Nach Lake Cootharaba legten wir unsere erste laengere Wegstrecke zurueck. Als es nach 374 Kilometern schon 23 Uhr war, suchten wir uns in Gladstone ein ruhiges Fleckchen am Straßenrand um die Nacht dort zu verbringen. Der naechste Tag begann fuer uns unerwartet frueh, als wir von einem schrecklichen Juckreiz geweckt wurden. Wie wir schnell feststellten, handelte es sich um einen Schwarm Sandflöhe, der sich den Weg durch unser Moskitonetz gebahnt hatte. Vom oertlichen Krankenhaus mit Antihistaminen vollgepumpt, machten wir unseren Weg zu einem Campingplatz in Gladstone, weil wir wegen der Tabletten nicht fahren konnten und folglich in Gladstone einen Tag fest steckten.

Verloren auf See

15. September aus Lake Cootharaba

Naechster Halt: Lake Cootharaba, wo wir an einem wundervollen Platz direkt am See campierten. Eines Morgens liehen wir usn ein Kanu, um den See und den dahintergelegenen Noosa River zu erkunden. Die voellig unproportionale Karte und die mehr als nutzlose Wegbeschreibung des Campingplatzbesitzers durchkreuzten jedoch unsere Plaene. So verbrachten wir den Grossteil des Tages in der Motorbootspur und suchten vergeblich die Flussmuendung. Nachdem Tobias auch noch das Boot kenterte, traten wir frohen Mutes aber mit reichlich Gegenwind die Rueckreise an.

Attacke in Booloumba Creek

14. September aus Booloumba Creek

Von den Gardners Falls fuhren wir ohne Badehose zu einem abgelegenen Bach namens Booloumba Creek in der Naehe von Kenilworth. Nach einer deftigen Gemuesepfanne und einer angenehmen Nacht wurden wir beim Fruehstueck gleich von mehreren einheimischen Tieren heimgesucht. Waehrend Warane und Buschtruthaehne unsere Essensvorraete dezimierten, mussten wir gleichzeitig mehreren Luftangriffen standhalten. Vier Kookaburras, die australischen Maskottchen, versuchten gleichzeitig, unseren frisch angeschnittenen Käse zu rauben und nahmen dabei keinerlei Ruecksicht auf Verluste...

Ein Sprung ins kalte Nass

13. September aus Gardeners Falls

Die Reise begann um 6 Uhr morgens mit einem Ausflug zu den Gardners Wasserfaellen unweit von Maleny. Das Wasser war derart kalt, dass wir es nur kurz aushielten. Daraufhin wurde unsere ganze Maennlichkeit auf die Probe gestellt; wir erblickten eine Liane in ca. 6 Meter Hoehe, die fuer die besonders waghalsigen Abentuerer dort angebracht worden war.
Wir gingen als Sieger hervor, allerdings ohne unsere Badehosen, die nun auf dem Seeboden nach ihren Verwandten suchen.

Die Reise beginnt...

10. September aus Maleny

Bevor es richtig losging, gab es natuerlich noch einiges zu erledigen. Denn wer mehr als 3 Monate die Wildnis Australiens herausfordert, muss entsprechend gewappnet sein :)
Einige Gegenstaende unseres 374-teiligen Equipments:

  • 1 double size Matratze
  • 3 Wassercontainer (insgesamt 65 Liter)
  • 1 Kuehlbox
  • 1 Essenscontainer (55 Liter) mit entsprechendem Inhalt
  • 2 Campingtische
  • 2 Campingstuehle
  • Kuechenequipment (Toepfe, Pfannen, Campinggeschirr usw.)
  • 1 Gaskocher
  • 1,25kg Propangas
  • 2 Trekkingrucksaecke
  • 2 Fenstersocken gegen alles, was kreucht und fleucht

Art of the snake

6. September aus Maleny

Nachdem Tobias die australische Regierung am Brisbaner Fughafen um 150 AUD (australische Dollar) betrogen hatte, fuhren wir zum ersten Mal mit dem Auto, das in den naechsten 3 Monaten unser zu Hause sein sollte: ein 1994 ED Ford Falcon Station Wagon. Das Ziel war Maleny, Queensland (QLD), wo wir die ersten Tage bei Bekannten von Mirko, Keith und Margret, die uns auch bei unseren Reisevorbereitungen unterstuetzten, unterkamen. Unter anderem stellten sie uns oben genannten Wagen kostenlos fuer die Dauer unseres Aufenthaltes zur Verfuegung.
Nach einer kurzen Tauchstunde im Pool mit Tauchlehrer Keith fuehlten wir uns fuer uns auf der Reise erwartende Tauchabenteuer bereit.
Zum Abendessen gab es zur Begruessung Pizza aus einem echten Steinofen. Zum Glueck hatten wir etwas Teig uebriggelassen, denn uns ueberraschte ein unerwarteter Gast ;)...